Bund für Soziale Verteidigung

BSV_Logo_rgbDer Bund für Soziale Verteidigung e.V. ist ein 1989 gegründeter pazifistischer Fachverband der deutschen Friedensbewegung zur Entwicklung von Alternativen zu Militär und Gewalt. Die Arbeit des BSV, dessen Geschäftsstelle in Minden (Westfalen) ist, wird von ca. 450 Einzelmitgliedern und 45 Mitgliedsorganisationen sowie zahlreichen Ehrenamtlichen unterstützt. Soziale Verteidigung ist ein in der Friedensbewegung und Friedensforschung entwickeltes Konzept des gewaltfreien Widerstands gegen militärische Bedrohungen und autoritäre Regime. Die Arbeit des BSV findet in drei Arbeitsbereichen statt:

1. International Gewaltfrei:

International engagiert sich der BSV für gewaltfreies Eingreifen in Konflikten. Derzeit werden u.a. Friedensorganisationen und gewaltfreie Initiativen in Belarus (Weißrussland) und der Ukraine unterstützt. Als Mitglied der Allianz der internationalen Nonviolent Peaceforce fördert der BSV deren Arbeit für den Schutz von Zivilbevölkerung in Krisengebieten durch Öffentlichkeitsarbeit hier in Deutschland. In der Vergangenheit war der BSV u.a. auch mit einem Zivilen Friedensdienst-Projekt in Israel/Palästina sowie in den 1990er Jahren mit Trainings und einem Freiwilligenprojekt (Balkan Peace Team) im Westbalkan aktiv. Durch Öffentlichkeitsarbeit und Ansprechen von PolitikerInnen setzt sich der BSV dafür ein, dass das Konzept des Zivilen Peacekeepings, des Schutzes von Zivilbevölkerung vor bewaffneter Gewalt, in Deutschland bekannt und gefördert wird.

2. Friedensbildung

Der BSV engagiert sich mit Angeboten für Kommunen und Schulen. So hat er im Netzwerk Friedensbildung NRW u.a. Lerneinheiten für die Sekundarstufe II erstellt und veranstaltet auch Projekttage, wie das Zeitzeugen-Projekt zum „Arabischen Frühling“ in Ägypten oder ein Ausstellungs-Projekt zum Zivilen Peacekeeping u.a. im (Süd-) Sudan. Außerdem befasst sich der BSV mit Konfliktbearbeitung in der Nachbarschaft und in der Schule (Streitschlichtung, Mobbing). Zudem gibt der BSV auch Aktionstrainings. In diesen bereiten Aktive sich auf gewaltfreie Demonstrationen und Blockaden vor und üben beispielsweise Bezugsgruppenbildung, Entscheidungsfindung im Konsens und Verhalten bei der Räumung von Sitzblockaden.

3. Pazifismus und Militärkritik

Der BSV versteht sich als Teil der Friedensbewegung und wirkt in der Kooperation für den Frieden (www.koop-frieden.de) mit. In aktuelle Diskussionen steht er mit Analysen und Vorschlägen für eine alternative Politik ein. Der BSV entwickelt Konzepte, mit denen Menschenrechte, Sicherheit und Demokratie gewaltfrei verteidigt werden können. Den Einsatz militärischer Mittel lehnt er ab: Mit ihnen kann kein Frieden geschaffen werden. Sein Ziel ist, dass Militär und Rüstung abgeschafft werden.Stattdessen sollen Konflikte durch Zivile Konfliktbearbeitung bearbeitet und, sofern es notwendig wird, auf Krisen und Konflikte mit dem Einsatz von Sozialer Verteidigung oder gewaltfreier Intervention reagiert werden.

Arbeitsgruppen des BSV:

Der BSV hat teils wechselnde, teils langjährig tätige Arbeitsgruppen, die teilweise gleichzeitig auch selbstständige Organisationen sind. Derzeit sind es: Nonviolent Peaceforce, Gender & Frieden, das Netzwerk Friedenssteuer, und das Institut für Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung (www.ifgk.de). Die Arbeitsgruppen sind offen für Interessierte.

Veranstaltungen:

Der BSV führt i.d.R. einmal jährlich eine größere Tagung und ein Fachgespräch durch, dazu kommen weitere Veranstaltungen, die er selbst oder seine Arbeitsgruppen ausrichten (z.B. Studientage des IFGK).

Publikationen des BSV:

Der BSV veröffentlicht viermal im Jahr einen Print-Rundbrief, monatlich einen elektronischen-Newsletter und in unregelmäßigen Abständen Hintergrund- und Diskussionspapiere, Informationsblätter und Bücher.

Sie möchten mehr erfahren? Mehr Informationen gibt es auf der Website des BSV (www.soziale-verteidigung.de). Rundbrief und e-Newsletter können kostenlos abonniert werden.

Friedensarbeit kostet Geld. Der BSV freut sich über neue MitgliederInnen und SpenderInnen.