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PROTEST-AKTION während der Hauptversammlung von Rheinmetall in Berlin

Leg den Leo an die KetteDas Thema Waffenexport ist weiterhin höchst brisant. Gestern veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung einen lesenswerten Artikel zum Handel mit Kleinwaffen: „Militärexperten schätzen, dass durch Kleinwaffen aus der Bundesrepublik bis heute mehr Menschen getötet wurden als durch die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki.“

Im Zentrum Frieden informieren Paul Russmann, Kerstin Deibert und Seungho Park über Hintergründe und Folgen des deutschen Waffenexports: Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel

Wer in Berlin lebt, ist eingeladen nächste Woche anlässlich der Hauptversammlung von Rhein-Metall  zur Kundgebung Waffenexporte stoppen! zu kommen: Dienstag, 12. Mai um 9.00 Uhr gegenüber Maritim-Hotel, Stauffenbergstr. 26, 10785 Berlin-Tiergarten (5 Min.vom Potsdamer Platz mit Redebeiträgen aus Politik, Kirchen und Gesellschaft. Die Theatergruppe „Berliner Compagnie“ präsentiert zwei Szenen zu Rüstungslobby und Korruption sowie Musik. Berliner Initiative: Legt den Leo an die Kette! und Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel

Hintergründe zur Politik von Rhein-Metall gibt es hier:

Die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG treffensich am 12. Mai zu ihrer Hauptversammlung.

Ihre Aktien sind mit Blutgetränkt!

Europas größter Heeresausrüster setzte 2014 mit Kanonen, Munition, Elektronik, gepanzerten Fahrzeugen und Ausrüstungen 2,24 Milliarden Euro um. Das Geschäft boomt!

Die Auftragsbücher quellen über!

Für 6,52 Milliarden Euro – für soviel wie noch nie – sollen weitere Mordwerk-zeuge hergestellt werden.

Um weltweit Aufträge zu ergattern, hat Rheinmetall geschmiert.

Bußgelder in Höhe von 37,1 Millionen Euro wegen unerlaubter Zahlungen an Griechenland wurden bereits fällig.

Weitere Verfahren drohen.

KEINE DEUTSCHEN WAFFEN FÜR LÄNDER UND KRIEGE, DEREN OPFER WIR NACHHER BEKLAGEN!

Rheinmetall liefert für die Leopard-2-Kampfpanzer Glattrohrkanonen, Feuerleitanlagen und Geschosse. Und sie sind heiß begehrt.

Anfragen aus Saudi-Arabien nach Hunderten von Leopard-2-Panzern scheinen vorerst auf Eis gelegt zu sein. Vielleicht haben die Berichte über Auspeitschungen und Hinrichtungen ihre Wirkung gezeigt, so dass die Bundesregierung davon absehen musste. Das hinderte sie allerdings nicht daran, im Oktober2014 „diverse Prototypen für ein elektro-optisches Aufklärungs-und Beobachtungssystem“ für 16,8 Millionen Euro aus dem Hause Rheinmetall nach Riad zu genehmigen.

Außer seinem Interesse an LEOPARD-Panzern zeigt Saudi-Arabien Interesse an Hunderten gepanzerten Infanteriefahrzeugen BOXER, die speziell für den Stadt- und Ortskampf entwickelt wurden.

Im August 2014 genehmigte die schwarz-rote Bundesregierung Rheinmetall sogar den Export einer ganzen Panzerfabrik nach Algerien. Das Regime Bouteflika regiert dort autoritär unter massiver Missachtung von Menschenrechten. Die Firma Rheinmetall MAN Military Vehicles, die Rheinmetall zu 51 Prozent gehört, soll dort fast 1.000 Radpanzer FUCHS 2 im Wert von 2,7 Milliarden Euro fertigen. Diese können sowohl im Innern als auch im Krieg nach außen eingesetzt werden.

Das Militärregime in Ägypten zeigt ebenso großes Interesse an diesen Radpanzern FUCHS 2 und den BOXER-Panzerfahrzeugen von Rheinmetall.

Quelle: http://hiksch.com/2015/04/23/12-mai-2015-9-00uhr-rheinmetall-entrusten/