Menschenrechte enden nicht an Grenzen

Europa darf nicht wegschauen, wenn Flüchtlinge an seinen Außengrenzen ertrinken

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

als ich im Februar 2015 die Petition „Europa darf nicht wegschauen“ auf den Weg brachte, hätte ich niemals erwartet, eine solch großartige Unterstützung zu finden. Nachdem die ersten 2000 Unterschriften eingegangen waren, nahm die Petition dank der Hilfe und Kompetenz des Campact Teams um Susanne Jacoby und Katharina Nocun Fahrt auf. Innerhalb kürzester Zeit war die 100.000-Unterschriften-Marke überschritten und inzwischen haben über 176.000 Menschen mit ihrer Unterschrift ein Zeichen der Menschlichkeit und des Mitgefühls gesetzt. Dafür möchte ich allen herzlichst danken und nicht zuletzt den großzügigen Spender/innen, die unter anderem die Campact-Aktionen auf dem Kirchentag in Stuttgart vom 3.-7.6.2015 und im Rahmen der Einweihung des Innenministeriums in Berlin am 9.6.2015 ermöglicht haben.

Die Petition und die gesammelten Unterschriften wurden auf dem Kirchentag an Entwicklungsminister Müller und Innenminister de Maizière übergeben. Außerdem wurde auf dem Kirchentag eine Resolution für Seenotrettung auf dem Podium eingebracht und von den Teilnehmern der Veranstaltung verabschiedet. Das ist ein großartiger Erfolg. Dank Eurer Hilfe wurde ein starkes, sichtbares Zeichen für einen Politikwechsel in der Flüchtlingspolitik gesetzt.

Hier könnt Ihr ein Video von den Aktionen anschauen:
https://www.youtube.com/watch?v=iCj09ozLcE4

Berichte zu allen Aktionen gibt es auch im Campact-Blog:
http://blog.campact.de/kampagnen/fluechtlingspolitik/

Bilder von den Aktionen waren unter anderem in der Tagesschau und in zahlreichen Zeitungsartikeln zum Thema zu sehen, wie etwa im Handelsblatt:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kritik-an-fluechtlingspolitik-aktivisten-demonstrieren-vor-bundeskanzleramt/11672448.html

Weitere Aktionen sind erst einmal nicht geplant. Aber auf EU-Ebene geht die Diskussion weiter. Die Bundesregierung setzt sich inzwischen für eine verstärkte Seenotrettung ein und schickt Schiffe ins Mittelmeer, aber Europa schottet sich weiter ab. Wir alle sollten die Entwicklung deshalb im Auge behalten und schauen, wo es wieder Sinn macht, mit Petitionen und Aktionen Druck zu erzeugen. Für mich ist klar: Diese Kampagne wäre ohne Euch und  Euren Einsatz nie so groß geworden. Danke für Euer Mitgefühl.

Anne Schulze Everding