Leben unter der Besatzung in Palästina

Über das Alltagsleben in Palästina und Initiativen zur Verständigung

 

Rana Salman, 31 J., ist eine Christin aus Bethlehem in Palästina . Sie ist dort geboren und aufgewachsen, kennt den Alltag der palästinensischen Bevölkerung also aus eigenem Erleben.

Sie wird berichten, wie dieser Alltag für die Bevölkerung unter den Bedingungen der Besatzung durch die israelische Armee konkret aussieht: Wasserknappheit, Überbevölkerung, hohe Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit unter Jugendlichen, Armut, Mauer und Checkpoints, stark eingeschränkte wirtschaftliche und landwirtschaftliche Entwicklung, das Land zerstückelt wie ein Flickenteppich, Flüchtlingslager, Überwachung, Hausdurchsuchungen und Häuserzerstörung durch die israelische Armee, etc.

Wie geht man damit im täglichen Leben um ? Welche Folgen hat das und was bedeutet das für die innenpolitische Situation und das Verhältnis zu Israel ?

Rana Salman, die früher für „Holy Land Trust“ gearbeitet hat und heute für die gemeinnützige Organisation „St. Georg Tours“, verfolgt zwei Ziele:

1. Sie organisiert Einladungen von internationalen Gästen und Familienaufenthalte in Palästina, um den Gästen die Gelegenheit zu geben, das Alltagsleben unter den oben geschilderten Bedingungen selbst zu erleben. Wenn sie Besichtigungstouren zu Stätten des Heiligen Landes durchführt, so ist es ihr wichtig, dass die Gäste erkennen: es genügt nicht, auf den Pfaden Jesu zu wandeln, sondern auch zu tun, was Jesus predigte und praktizierte.

2. Seit Jahren ist sie an gemeinsamen Initiativen beteiligt, die eine Verständigung beider Seiten zum Ziel haben: So hat sie Seminare mit palästinensischen und israelischen Frauen organisiert, trat auf Einladung von New York Times als palästinensische Sprecherin bei einem internationalen Forum auf, ist beteiligt an gemeinsamen palästinensisch-israelischen Aktionen zum Wiederaufbau von zerstörten Häusern, wirkt mit (und läuft mit!) am Spendenmarathon für betroffene Familien, nimmt ihre Gäste mit zur Olivenernte, etc.

Ihr Ziel ist es, Menschen beide Perspektiven des Konfliktes real erleben zu lassen und sie zum Handeln und zur Solidarität zu ermutigen.

Veranstalter:

Friedenszentrum Martin Niemöller Haus e.V. Berlin

Donnerstag, 4. Juni 2015

11 – 13 Uhr

Gemeinderaum 7

Evangelische Friedensgemeinde

Schubartstr. 12 in Stuttgart

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